Was wäre die Mobiliar ohne ihre Kundinnen und Kunden? Nichts. Sie sind der Grund, um morgens aufzustehen und an die Arbeit zu gehen. Bühne frei für einige Kundenstorys aus 200 Jahren Versicherungsgeschichte.
Fünf Jahre nach der Hochzeit stellt Daniela J. ihr Brautkleid online zum Verkauf: Jetzt soll jemand anderes Freude daran haben. Mit dem Erlös will die Familie Ferien machen. Eine Interessentin aus den USA meldet sich: Genau dieses Kleid soll es sein für ihre Hochzeit. Daniela freut sich, dass jemand ihr Kleid so sehr schätzt. Sie versendet es zusammen mit guten Wünschen: «Happy wedding!» Doch statt Geld kommt ein E-Mail: Der Betrag sei aus Sicherheitsgründen blockiert. Daniela solle 500 Franken überweisen, dann würde der Kaufpreis für das Kleid plus der Zusatzbetrag sofort freigegeben. Jetzt merkt sie: Das war Betrug. Die Amerikanerin entpuppt sich weder als nett noch als heiratswillig, vielleicht ist sie auch keine Frau. Das Kleid ist weg. Daniela meldet den Fall der Polizei – und der Mobiliar. Dank Cyberschutz wird ihr der Schaden vergütet.
Zuerst sieht Mobiliar Kunde Patrick Cantin nur brennende Paletten vor der familieneigenen Bootswerft Périsset in Estavayer-le-Lac. Und als er das Tor zur Werkstatt öffnet: nichts als Rauch. «In diesem Moment habe ich begriffen, dass alles verloren ist.» Das in der dritten Generation geführte Unternehmen am Neuenburgersee steht vor dem Nichts. Mobiliar Schadeninspektor Martin Steinauer ist kurz darauf auf dem Schadenplatz: «Ich merkte, dass ich es mit einer Unternehmerfamilie zu tun habe, die nur einen Wunsch hat: so schnell wie möglich den Betrieb wieder aufzunehmen.» Die Schadensumme beträgt 2 Millionen Franken. «Aber bei einem solchen Schadenfall geht es nicht nur um materielle Fragen», sagt Martin Steinauer. Den Betroffenen zur Seite zu stehen, sei ebenso wichtig. Der Wiederaufbau der Bootswerft dauert 18 Monate. Zwei Jahre nach dem Brand öffnet sie wieder ihre Tore.
Frühling 2022: Mobiliar Kundin Aline V. verbringt Ferien auf Bali. Die junge Frau kennt das Land, hat schon dort gelebt. Mit dem Roller unterwegs übersieht sie ein Schlagloch und stürzt. Sie blutet, doch beunruhigender sind ihre starken Kopfschmerzen. Im Spital werden gebrochene Gesichtsknochen diagnostiziert. Der Chirurg drängt sie zur sofortigen Operation. Kostenpunkt: umgerechnet 20 000 Franken. Aline ist verzweifelt, erinnert sich an ihre Reiseversicherung und meldet sich bei Mobi24. Sofort wird die Rega beigezogen, die medizinische Partnerin der Mobiliar. Die wichtigste Frage lautet: Ist Aline transportfähig? Als es ihr etwas besser geht, fliegt ein Rega-Arzt nach Bali und begleitet sie per Linienflug zurück in die Schweiz. Der Termin in der Gesichtschirurgie in der Schweiz zeigt eine kleine Hirnblutung, einen Riss in der Nase und einen gebrochenen Wangenknochen – Verletzungen, die von selbst heilen.
Josef Z. beginnt 1951 in der Innerschweiz seine Lehre als Bauhandwerker. Sein Lohn: Kost und Logis sowie 10 Rappen pro Stunde. An einem Samstag, damals wird auch am sechsten Wochentag gearbeitet, wird er vom Regen komplett durchnässt. Im Haus des Lehrmeisters hängt er die Kleider zum Trocknen an den Ofen und stellt seine Schuhe davor. Am kühleren Sonntag heizt die Meisterin den Ofen ein, ohne genauer hinzusehen: Josefs Schuhe und Kleider versengen. Die Reue um die Schuhe ist besonders gross: Sie haben fast einen Monatslohn gekostet. Der Meister ruft den Schadeninspektor, der auch Josefs Schaden in die Schätzung einschliesst. Dankbar wird Josef, der bis dahin nichts von einer Haftpflichtversicherung wusste, selbst Kunde. 2025, nach 74 Jahren, ist er noch immer zufrieden mit der Mobiliar.
Beim Dorfbrand 1830 in Semsales im Kanton Freiburg brennen 44 Häuser ab. Nur sechs Geschädigte haben bei der Mobiliar ihre Fahrhabe versichert. Einer macht sich besonders verdient, wie das 100-Jahr-Jubiläumsbuch schreibt, denn er gibt die 1500 Franken zurück, die er für seinen vom Feuer betroffenen Käse erhalten hat. Der Käse – möglicherweise mit Rauchgeschmack – hat sich nämlich besser als erwartet verkauft. «Dieses höchst ehrenhafte Verhalten des Geschädigten fand im Laufe der Zeit nur selten Nachahmung», heisst es in der Jubiläumsschrift. Und wenn doch, dann war «der Einfluss der Beichte nicht zu verkennen». Der Käser erhält für seine Ehrlichkeit eine silberne Ver dienstmedaille. Dieses Dankeschön an Personen, die sich verdient machen, verleiht die Mobiliar schon kurz nach der Gründung zum ersten Mal.
2005, KMU-Anlass der Mobiliar im Bärensaal in Worb: Die Generalagentur Emmental lädt mit Otto Ineichen einen namhaften Redner mit interessanter Mobiliar Vergangenheit ein. Der in der französischen und der deutschen Schweiz bekannte Unternehmer kauft 1978 nach einer Überschwemmung im Tessin beschädigte Ware – auch von der Mobiliar. Diese Ware verkauft er günstig weiter. Eine clevere Idee und der Beginn einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit. Aus Otto’s Schadenposten wird später Otto’s Warenposten. Seit 1999 braucht es nur noch einen Namen: Otto’s.