2007: Das Hochwasser in Delémont führt zu einer Prävention, die mehr als zum Schutz dient – ein Vorzeigebeispiel.
Extremer Regen im Sommer 2007 lässt die Sorne über die Ufer treten, ein ganzes Quartier steht unter Wasser. «Das sind emotionale Momente, Zeiten, in denen sich die Solidarität zeigt», sagt der lokale Generalagent Olivier Léchenne. Die Schäden kosten 10 Millionen Franken. Analysen ergeben, dass die Gefahr für weitere Überschwemmungen gross ist.
Statt Kanalmauern zu erhöhen, plant die Stadt Delémont ganzheitlich und nachhaltig. Ein interdisziplinäres Team erarbeitet das Projekt «Delémont marée basse»; die Bevölkerung wird einbezogen; und die Mobiliar steuert 1,2 Millionen Franken bei.
Heute schlängelt sich der Fluss, an einigen Stellen mit 40 Metern doppelt so breit wie früher, zwischen Bäumen, Sträuchern und Grüninseln durch die Stadt – ein Vorzeigeprojekt. Neue Lebensräume für Tiere, ein Stadtpark für die Bevölkerung und ein Freiluftlabor für Kinder entstehen. Der Volksmund hat recht: Aus Schaden wird man klug – und weitsichtig.
Immense Schadenaufwände für Hochwasser in der Schweiz im Sommer 2005 motivieren die Mobiliar, in die Prävention zu investieren. Seither hat sie rund 180 kommunale Präventionsprojekte von Gemeinden unterstützt. Mehr dazu: Von der Flut zur Prävention – 20 Jahre nach den schweren Überschwemmungen