2024: Wenige Sekunden reichen aus, um Lebenswerke zu zerstören. Die Betroffenen werden entschädigt. Aber auch Mitgefühl ist am Tag danach bedeutsam.
Es ist 3 Uhr morgens am 30. Juni 2024, Saas-Grund wird von einer Geröll- und Schuttlawine heimgesucht. Andere Orte in den Schweizer Bergen erleben in diesem unwetterreichen Sommer Ähnliches. Hinter den medialen Schlagzeilen verbergen sich Tragödien – auch Todesopfer sind zu beklagen.
Der Schadenleiter der Generalagentur Oberwallis war bereits eine Woche zuvor in Zermatt, als dort Hotels zerstört wurden. Jetzt steht er schon wieder in Gummistiefeln im Schlamm, diesmal im Nachbartal. Ein geschädigter Hotelbesitzer erzählt, dass er mit seinen Mitarbeitenden noch versucht habe, die Türen zuzudrücken. Dann gab es einen Knall und zehn Sekunden später war sein Lebenswerk zerstört.
Besonders tragisch: Ein Hotelgast wird vermisst. Später wird klar, dass er im Keller des Hotels von den Wassermassen überrascht wurde und starb.
Am Tag danach ist auch CEO Michèle Rodoni in Saas-Grund. Sie spricht mit den geschockten Geschädigten. Später wird Geld fliessen. Jetzt zählt aber anderes: «In solchen Momenten ist es das Wichtigste, den Menschen zuzuhören. Sie müssen wissen, dass wir für sie da sind.» Im Video schildert sie ihre Eindrücke.
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