Kundendokumente, Versicherungsschilder, eine Wappenscheibe und eine Uhr: Nach einem Aufruf im Mobirama 1/2015 meldeten sich über 50 Personen mit ihren historischen Fundstücken. Lustenbergers aus Kriens fanden alte Versicherungspolicen.
«Ist das ein ‚N‘? Das zweite Wort heisst sicher ‚Arbeiter‘.» Zwei alte Mobiliar Verträge von 1904 und 1931 befinden sich im Familienbesitz der Lustenbergers. Auf der älteren, von Hand ausgefüllten Police versucht Chiara Lustenberger den Beruf ihres Urgrossvaters zu entziffern. Sie vergleicht Buchstaben, rätselt. Der jüngere Vertrag, gut leserlich schreibmaschinengetippt, versicherte das Hab und Gut ihres Grossvaters.
Ihr Vater war es, der die Dokumente Ende der 90er-Jahre beim Räumen der elterlichen Wohnung vor dem Abfall rettete. Chiara Lustenberger fasziniert die regelmässige Kurrentschrift, mit der Gottlieb Leu, Bezirksagent für Luzern und das Entlebuch, zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Wohnungsinventar erfasste. Und dann die tiefen Frankenbeträge: acht Monate Versicherungsschutz für 5.30 Franken bei einer versicherten Summe von 1600 Franken. Vater Lustenberger blickt auf den Familienstammbaum. Die Mobiliar begleitet die Familie seit Generationen. Noch heute.
(Erstmals publiziert im Kundenmagazin Mobirama 2/2015)