1826: Ein Bild statt 1000 Worte – der französische Maler Pierre-Nicolas Legrand de Lérant malt die Idee der jungen Genossenschaft.
Weniger als zwei Millionen Menschen leben in der Schweiz, als die Mobiliar gegründet wird. Nur ein Drittel davon kann lesen und schreiben. Sinnvoll also, den Zweck der Versicherung bildhaft zu machen: rasche, direkte Hilfe unter Mitmenschen.
Legrand schmückt das Werk mit Alpen und Trachten, zeigt die Genossenschafter und das bedrohliche Feuer. Im Zentrum die «Brand Cassa» und die bitter nötige Unterstützung, die Helvetia, die personifizierte Eidgenossenschaft, in Form eines gefüllten Geldbeutels überreicht. Besser lässt sich die Idee nicht versinnbildlichen. Legrands Zeichnung ziert jahrelang die Policen.
Der in der Normandie geborene Maler lässt sich erst im höheren Alter in Bern nieder. Dort porträtiert er 1821 einen der späteren Gründer und den ersten Präsidenten der Genossenschaft, Karl Anton von Lerber. Bis zu seinem Tod 1829 lebt Legrand in Bern.
Zwischen 1855 und 1865 unterzeichnen in der Schweiz 10 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen die Heiratsurkunde noch immer mit einem Kreuz.