Fragen und Antworten

Forschung für morgen

Die Mobiliar engagiert sich in Forschungspartnerschaften mit Schweizer Hochschulen, denn Zukunft bedeutet immer auch Herausforderung. Um diese zu meistern, werden schon heute wissenschaftliche Antworten auf Fragen gesucht, die morgen gesellschaftlich relevant sind.

Klima

Uni Bern

Das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2005 veranlasst die Mobiliar, sich stark für die Prävention zu engagieren. Drei Jahre später initiiert sie mit der Universität Bern eine Professur am Oeschger Centre for Climate Change Research (OCCR), die zu Klimawandel und Extremwetterereignissen forscht. Untersucht werden Starkniederschläge und Überschwemmungen sowie Winter- und Hagelstürme in der Schweiz. Das Ziel: die Veränderung der Schadenereignisse in einem wärmeren Klima zu charakterisieren. Die Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Vorhersage- und Prognoseprodukte und liefern klimatologische Informationen über Starkwetterereignisse in der Schweiz. In Fachzeitschriften sowie in öffentlichen Vorträgen und Presseartikeln werden sie zudem der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Prävention

Uni Bern

Von der Theorie zur Praxis: Nach der Einrichtung der Professur am OCCR, die zu Naturgefahren in der Schweiz forscht, folgt 2013 mit dem Mobiliar Lab für Naturrisiken ein nächster bedeutender Schritt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis und stellen Daten mit hohem Nutzen für die Allgemeinheit zur Verfügung. So wurde 2018 gemeinsam mit MeteoSchweiz ein weltweit einzigartiges Hagelmessnetz aufgebaut, das gewonnene Messdaten mit Schadendaten verknüpft. Man kann sagen: Die Uni hat die Sicht am Himmel, die Mobiliar hat sie am Boden. So ergeben die wissenschaftliche und die Praxisperspektive ein Gesamtbild. Auch kann jede Schweizer Gemeinde abrufen, wie viele Gebäude, Personen, Arbeitsplätze, Spitäler oder Schulen auf ihrem Gebiet von Überschwemmungen betroffen sein oder wie hoch die Gebäudeschäden ausfallen könnten. Diese Erkenntnisse helfen bei Raumplanung und Risikoeinschätzung.

Technologie

ETH Zürich

Künstliche Intelligenz und andere digitale Technologien revolutionieren einen grossen Teil unserer Lebensbereiche. Die neuen Möglichkeiten machen vieles einfacher und schneller, bergen aber wie jede neue Technologie auch Risiken. Um diese zu erforschen, hat die Mobiliar zusammen mit der ETH Zürich 2013 das Mobiliar Lab für Analytik gegründet. Im Fokus steht heute die Forschung zum verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz sowie weiterer neuer Technologien. Ziel ist es, die Resilienz von Einzelpersonen, Unternehmen und der Gesellschaft zu stärken. Dafür werden etwa Experimente durchgeführt, die aufzeigen, wie KI Dialoge verbessern kann oder wie eine Überforderung in digitalen Interaktionen vermieden wird. Die Erkenntnisse helfen, Arbeitsprozesse effektiver und effizienter zu gestalten und gleichzeitig das Wohlbefinden und die Widerstandsfähigkeit der Menschen zu steigern.

Resilienz

Uni Freiburg

Die Forschungspartnerschaft der Mobiliar mit der Uni Freiburg widmet sich der Zukunftsfähigkeit der Schweiz. Interdisziplinäre Teams untersuchen seit 2024 den wirtschaftlichen und technologischen Wandel, die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche sowie die ökologischen Herausforderungen in unserem Land. Denn neben der Prävention setzt die Mobiliar in ihrem gesellschaftlichen Engagement einen zweiten Schwerpunkt: die Resilienz. Diese beinhaltet unter anderem Widerstandskraft, Selbstbehauptung oder das Wachsen an Herausforderungen. Das Ziel der Kooperation mit der Uni Freiburg ist es, praxisorientierte Projekte zu entwickeln, welche die wirtschaftliche und gesellschaftliche Resilienz in der Schweiz stärken. Sie fördern die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und verschiedene Formen von Bürgerengagements oder beschäftigen sich mit der kulturellen und sprachlichen Vielfalt unseres Landes.

Gesundheit

Uni Bern

Die jahrelange Kooperation mit der Uni Bern zur Klimaforschung erfährt eine logische Erweiterung, was Prävention betrifft. Eine 2025 mit Unterstützung der Mobiliar eingerichtete Stiftungsprofessur forscht zu Klimafolgen und öffentlicher Gesundheit im bewohnten Raum. Denn der Faktor Mensch wurde bisher wenig beachtet, dabei stellen Hitzewellen eine Bedrohung für die Gesundheit dar. Insbesondere ältere Menschen, Säuglinge und chronisch Kranke leiden unter den körperlichen Auswirkungen von Hitzestress. Wenig ist auch über die Folgen für die mentale Gesundheit bekannt. Die Ziele der auf fünf Jahre angelegten Professur: neues Wissen sammeln, die Risiken und die Chancen des Klimawandels für die menschliche Gesundheit abschätzen sowie Wege zum Handeln entwickeln.

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