Wörtlich genommen

1998: Der Vorläufer der bis heute kultigen Schadenskizzen ist aufwendig.

Die Werbeagentur Aebi, Strebel schlägt der Mobiliar vor, die teils holprigen Beschreibungen von Schadenfällen für eine Werbekampagne zu nutzen. Zum Beispiel die folgende: «In hohem Tempo näherte sich mir die Telefonstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf mich die Stange voll am Kühler.» Oder: «Bei der Montage eines Kunden stürzte ich von der Leiter.» Solche Beschreibungen seien menschlich und die Mobiliar sorge genauso menschlich dafür, dass geholfen werde.

Gemischte Reaktionen

Die Werbekampagne «Schadenprotokolle» entsteht. Aufwendig werden die Sujets fotografiert und zusammenmontiert. Es gibt viel positives Echo. Aber es erreichen die Mobiliar auch einige empörte Briefe.

Die Mobiliar beendet die Kampagne im Jahr 2000 – und wird auf Hüselipapier mit einfacheren Schadenskizzen umso erfolgreicher.

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