Wendepunkt

1861: Glarus, 10. Mai. In einer Scheune bricht nach der Abenddämmerung ein Brand aus. Wie ein riesiger Blasebalg facht der Föhn das Feuer an.

Am nächsten Morgen liegen zwei Drittel der Stadt in Schutt und Asche, fast die Hälfte der 5000 Bewohnerinnen und Bewohner hat kein Dach mehr über dem Kopf, mehrere sind in den Flammen umgekommen. Die Gebäudeschäden summieren sich auf 4,6 Millionen Franken, die verbrannte Fahrhabe auf 4,1 Millionen – astronomische Beträge.

129 Personen haben eine Versicherung für den Hausrat, 116 davon sind bei der Mobiliar versichert. Diese zahlt über 1 Million Franken aus, was ihren Versicherten den Neuanfang ermöglicht. Danach braucht sie selbst Hilfe. Mit einem Darlehen von 300'000 Franken hilft zum Schluss der Kanton Bern aus und rettet die Mobiliar vor dem Konkurs.

Nach dem Feuer entsteht auf dem Reissbrett ein modernes Glarus. Auch die Mobiliar zieht ihre Lehren: In den folgenden Jahren verbessert sie ihre Organisation und die finanzielle Absicherung.

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