1898: Die «Centralverwaltung» stellt um die Jahrhundertwende die erste Frau fest an. Davor hat Luise Stettler bei der Agentur Bern gearbeitet.
In der Branche ist es die Rentenanstalt in Zürich, die 1893 die erste Frau beschäftigt. Bald ist es auch bei der Mobiliar so weit: Luise Stettler startet bei der Agentur Bern und wechselt dann im gleichen Haus zur «Centralverwaltung», zuerst als Aushilfe. 1898 wird sie fest eingestellt.
Acht Jahre später stösst ihre Schwester Mathilde dazu. Das Bild von 1908 zeigt das Direktionspersonal auf dem Geschäftsausflug mit Luise und Mathilde 1908 vor dem Löwen in Oberdiessbach. Beide treten vier Jahre später aus. Dass erwerbstätige alleinstehende junge Frauen nur in den seltensten Fällen aufsteigen, ist damals üblich. Denn nach der Heirat wird erwartet, dass sie Kinder bekommen und sich an den Herd stellen. Ein Rollenmodell, das bis in die 1960er-Jahre die Norm ist.
Die nächsten Frauen finden sich am Hauptsitz erst 20 Jahre später. Die Aufnahme von 1933 – das Direktionspersonal umfasst nun 80 Personen – zeigt Erna Aeschbacher, Helene Balzli und Hedwig Baumgartner auf dem Geschäftsausflug in Spiez.
Eine Mobiliar ohne Frauen ist heute unvorstellbar. Noch drei von fünf Mitarbeitenden sind Männer. Und: 2021 kommt mit Michèle Rodoni eine Frau an die Spitze.