1957: Liselotte Kläfiger hat ihre Traumstelle gefunden: Datatypistin in der Lochkartenabteilung.
«Heisser Beinschinken, Salat und ein feines Dessert!» Liselotte Kläfiger, Jahrgang 1935, erinnert sich genau an das Menü vom Geschäftsausflug der Mobiliar an den Thunersee 1957. Zu dieser Zeit ist sie 22 Jahre alt und hat ihr berufliches Glück gefunden: Datatypistin in der Lochkartenabteilung. «Alle wollten damals bei der Mobiliar arbeiten, sie hatte einen fantastischen Namen und zahlte gut!»
Fünf Jahre lang flitzen ihre Finger flink über die Tasten und übersetzen die Daten der Policen in Papiercodes. «Ich mochte dieses Technische.» Als sie heiratet, schenkt ihr die Mobiliar eine Wanduhr aus Nussbaum mit römischen Ziffern. 1962 kündigt sie schweren Herzens, da sie sich um ihren verwitweten Vater kümmern muss. «Ich wäre so gern länger geblieben. Leider war Teilzeit unmöglich. Und dann wurde ich Mutter.»
Fünf Jahre später, 1967, ist die Zeit der Lochkarten abgelaufen, die Mobiliar führt als eine der ersten Schweizer Firmen die elektronische Datenverarbeitung ein.
Als Liselotte Kläfiger 1957 ihre Stelle antritt, arbeitet sie winters von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr, im Sommer von 7 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr. Der Samstagnachmittag ist frei. Sie hat Anspruch auf zwei Wochen Ferien im Jahr.