Die Nähe zu den Versicherten gehört seit der Gründung 1826 zur DNA der Mobiliar. Besonders dann, wenn ein Schaden passiert, sind kurze Wege wichtig. Auch in der Region Schaffhausen ist die Mobiliar schon seit ihren Anfängen präsent.
Im Gebiet der heutigen Generalagentur Schaffhausen war die Mobiliar schon früh aktiv: In Schaffhausen und Stein am Rhein tauchen Agenten schon 1826 in den Akten auf. Der Standort Diessenhofen kommt 1836, Schlattingen 1873 dazu. Zwischenzeitlich unabhängig oder im Fall von Diessenhofen dem Gebiet der Generalagentur Frauenfeld zugehörig, werden sie heute alle von der Mobiliar Schaffhausen betreut.
Alexander Seiler (1799-1877) ist der erste Agent in Schaffhausen. Daneben führt er eine Kolonialwarenhandlung und befasst sich mit zoologischen Studien zu «vorsündfluthlichen Thierarten». Er ist Mitbegründer des Naturhistorischen Museums.
Von 1848 bis 1897 bleibt die Führung der Generalagentur in der gleichen Familie, der Familie Pfister.
1869 übernimmt die Mobiliar die Haftung für die Explosion des Dampfschiffs «Rheinfall» bei Berlingen, bei der fünf Menschen sterben. Die Mobiliar zahlt der Dampfschiffverwaltung 78‘000 Franken aus. Gehoben und repariert, verkehrt das Schiff unter dem Namen «Neptun» bis 1939, auf Untersee und Rhein.
1901 verlegt Jakob Roost-Spiess seine Agentur ins «Grosse Haus» am Fronwagplatz 24, in dem heute u.a. ein Teil der Stadtverwaltung untergebracht ist. Zu dem Zeitpunkt sind allein in Schaffhausen 36 Versicherungsgesellschaften tätig. Oft vertritt ein Agent mehrere Gesellschaften. Jakob Roost ist auch für die ‹Union London› und die Schweizerische Unfallversicherungs-AG tätig ist. Ausserdem arbeitet er für die neue Auswanderungsagentur Zwilchenbart. Nach seinem Tod 1931 übernimmt sein Sohn Jakob Roost-Stuckert die Mobiliar Agentur. Die beiden vertreten die Mobiliar insgesamt 60 Jahre lang.
Schaffhausen wird am 1. April 1944 bei einem irrtümlichen Bombenangriff durch alliierte Flugzeuge schwer getroffen: 40 Tote, rund 120 Verletzte und mehr als 500 Gebäude teilweise oder vollständig zerstört. An der Deckung dieser Neutralitätsverletzungsschäden müssen sich alle Feuerversicherungen beteiligen. Die Mobiliar leistete rund 3.7 Millionen Franken, die später vom Schadenverursacher, den USA, rückvergütet wurden.
Nach 10 Jahren als Generalagent nimmt 1968 Ernst Steiner-Heer eine neue Herausforderung an: zuerst als Direktor und später als Verwaltungsratspräsident der Portland-Zementwerke in Thayngen. Zudem krönt er seine politische Karriere 1979 mit der Wahl zum Schaffhauser Ständerat. Sein Nachfolger wird Emil Schöttli, der bisherige Stellvertreter. Nach der Lehre bei der Mobiliar arbeitete dieser acht Jahre auf der Generalagentur in Genf, wo er gemäss Zeugnis als «un des meilleurs acquisiteurs» galt.
Seit dem Amtsantritt von Gerhard Schwyn im Jahr 1992 befindet sich die Generalagentur am heutigen Standort Mühletalsträsschen 9. 1996 erzielt die Mobiliar Schaffhausen erstmals einen Umsatz von mehr als 2 Millionen Franken.
Seit 2016 führt Philipp Früh die Generalagentur. Insgesamt 36 Mitarbeitende, davon sechs Lernende arbeiten an den vier Standorten: Schaffhausen, Neunkirch, Thayngen und Stein am Rhein. Das Team betreut rund 21’000 Kundinnen und Kunden und hat 2024 über 8’000 Schadenfälle erledigt.
2021 wird die Gemeinde Schleitheim (Klettgau) vom Dorfbach überflutet: ein gewaltiges Ereignis für die ganze Region und die Mobiliar Schaffhausen. Die Mobiliar unterstützt in der Folge ein Präventionsprojekt gegen künftige Hochwasserschäden in Schleitheim mit 800‘000 Franken.
Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Menschen an der Spitze der Generalagenturen meist noch andere Berufe. Sie waren beispielweise Notare oder Bezirksrichter, meist angesehene Persönlichkeiten mit einem grossen Netzwerk. Ihre Bezeichnungen veränderten sich im Laufe der Zeit: Agent, Haupt- oder Bezirksagent bis zum heutigen Generalagenten oder Generalagentin.
2016–heute
1992-2015
1968-1991
1958-1967
1931-1958
1898-1931
1863-1897
1859-1862
1848-1859
1826-1848