Geschichte der Generalagentur Reinach

Die Nähe zu den Versicherten gehört seit der Gründung 1826 zur DNA der Mobiliar. Besonders dann, wenn ein Schaden passiert, sind kurze Wege wichtig. Auch in den Regionen Wynental, Seetal und Ruedertal ist die Mobiliar bereits kurz nach der Gründung präsent.

Fakten

Ein Standort der Mobiliar in der Region ist schon seit 1827 in Kulm erwähnt. Ein Herr Berner war dort der erste Agent der Mobiliar.

Es folgte ein Agent, dessen Name nicht eruiert werden kann. Nachfolger war ein Herr Heuberger, ehe 1897 Oberlehrer Karl Heinrich Huber auf Empfehlung eines Herrn Villiger (Vorfahre des späteren Bundesrats Kaspar Villiger) zum Generalagenten (damals Bezirksagenten) gewählt wurde. Mit ihm begann die «Versicherungs-Huber-Tradition». Er übergab die Generalagentur 1916 seinem Sohn Traugott Huber-Scheuchzer. Nach 40 Jahren fand die Übergabe an dessen Sohn Traugott Huber-Haerry statt und schliesslich trat wiederum dessen Sohn Andreas 1988 in vierter Generation sein Amt an!

1897, also mit dem Amtsantritt von Karl Heinrich Huber, zog die Bezirksagentur von Kulm nach Reinach um. Im Hinterstübli im alten Bauernhaus am Herrenweg in Reinach wurden die damals noch wenigen Schreibarbeiten ausgeführt.

Im Jahre 1903 beim Bezug des von Karl Heinrich Huber neu erstellten stattlichen Einfamilienhauses an der Gigerstrasse 620 wurde ein eigener Raum für die Agentur eingerichtet, möbliert mit einem Stehpult und einem runden Drehhocker. Dort wurden sämtliche Versicherungspolicen – damals ausschliesslich Feuerversicherungen – von Hand geschrieben.

Ab 1941 kam die Agentur mit vier Mitarbeitenden aus. Teams im Innendienst wurden jeweils durch ein Netz von Lokalagenten ergänzt. Sie schlossen in der Regel nur nebenberuflich für die Mobiliar Versicherungen ab. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden dann hauptberufliche Beraterinnen und Berater integrierter Bestandteil der Generalagentur.

In Erinnerung ist noch das Schadenjahr 1994: Am 19. Mai setzte ein grosses Unwetter das ganze Wynental unter Wasser. 250 Schäden mit einer Schadensumme von über 15 Mio. Franken allein für die Mobiliar waren die Folge. Ein Hagelschlag kam am 10. August noch dazu: über 1'000 Autos allein von Mobiliar Versicherten wurden beschädigt. Bilanz: Schäden von über 5 Mio. Franken! Ein grosses Schaden-Drive-In zur Begutachtung der Hagelschäden wurde eingerichtet. Bereits 1966 wurden in Reinach erstmals Hagelschäden auf diese Art effizient abgewickelt.

Im Juni 1996 folgte wiederum ein sehr grosses Unwetter, welches noch grössere Schäden als 1994 verursachte. Diesmal war die Generalagentur Reinach sogar selber betroffen. Das Archiv stand 2 m unter Schlammwasser!

1996 waren 19 Personen auf der Generalagentur Reinach tätig, 26 Mitarbeitende sind es heute, davon ein Lernender. 2024 erledigten sie rund 6’000 Schadenfälle. Das Team betreut zusammen rund 14’000 Kundinnen und Kunden.

Das Gebiet der Generalagentur umfasst eine Fläche von 118 km2. Neben Reinach hat die Generalagentur einen Standort in Seengen.

Führungspersonen

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Menschen an der Spitze der Generalagenturen meist noch andere Berufe. Sie waren beispielweise Notare oder Bezirksrichter, meist angesehene Persönlichkeiten mit einem grossen Netzwerk. Ihre Bezeichnungen veränderten sich im Laufe der Zeit: Agent, Haupt- oder Bezirksagent bis zum heutigen Generalagenten oder Generalagentin.

  • Javier Conde, Beinwil am See

    2020-heute

  • Andreas Huber, Reinach

    1988-2019

  • Traugott Huber-Haerry, Reinach

    1956-1987

  • Traugott Huber Scheuchzer, Reinach

    1916-1955

  • Karl Heinrich Huber, Reinach, Oberlehrer in Reinach

    1897-1916

Standorte

  • Herrenweg (1897-1902)
  • Gigerstrasse 620 (1903-1955)
  • Postgebäude (1956-1970)
  • Schmiedgasse 1 (1971-1986)
  • Pfeffikerstrasse 5, Haus am Markt (seit Dez. 1986-1993)
  • Marktplatz 1 (neue Bezeichnung für Pfeffikerstrasse 5) (1994-30.08.2001)
  • Hauptstrasse 49 (31.08.2001 bis heute)

Mehr zum Thema